Was ist Elektro-Epilation?

 

Unter Epilation versteht man das Verfahren zur Entfernung von Körperhaaren, wobei bei der Elekto-Epilation das Haar mitsamt der Haarwurzel entfernt wird.

 

Hierbei muss die Sonde sehr genau - parallel zum Haarschaft und bis in die richtige Tiefe - geführt werden.

Bei exakter Ausführung ist ein sehr guter Befund zu erwarten.

 

Die Elektro-Epilation wird unter Anwendung von drei Techniken praktiziert:

 

der Thermolyse, der Elektrolyse und der Blend-Methode.

Die ausgewählte Vorgehensweise und deren Anwendung ist abhängig von der individuellen Behaarungssituation, der Hautreaktion und dem unterschiedlichen Schmerzempfinden des Patienten.


Thermolyse oder Hochfrequenzelektrokoagulation:

 

Die Thermolyse ist eine Variante der Elektro-Epilation, die durch die Applikation hochfrequenten Wechselstroms eine permanente Verödung der Haarfollikel herbeiführt.

An der Umgebung der Sondenspitze wird Wärme erzeugt, was zur Koagulation der Gewebe- und Wachstumszellen im Follikel führt.

Ein solcher verödeter Follikel kann in Zukunft keine Haare mehr produzieren.

Da bei dieser Anwendung die Wärmereaktion auf den Follikel beschränkt bleibt, wird das umliegende Hautgewebe nicht geschädigt. Der Strom reagiert auch nicht mit dem Melanin des Haares, weshalb die Thermolyse, wie alle Elektro-Epilationsverfahren, unabhängig von Haar- und Hautfarbe funktioniert.

 

Elektrolyse:

 

Haarentfernung mit galvanischem Strom.

Die Elektrolyse ist die Urform der Elektro-Epilation. Bei der Behandlung wird mittels einer feinen Sonde exakt dosierter Gleichstrom in den Haarfollikel geleitet. In der Folge bildet sich aus körpereigenem Wasser und Salz eine Lauge, die den Follikel auf chemischem Weg veröden lässt. Der auf diese Weise “stillgelegte” Follikel kann in Zukunft keine Haare mehr produzieren.

 

Da die chemische Reaktion nur im Follikel, nicht aber im umliegenden Hautgewebe passiert, kann es weder zu sichtbaren noch unsichtbaren Schädigungen der Haut kommen. Die Methode ist also absolut risikofrei. Da der Strom unabhängig vom Melaningehalt des Haares wirkt, spielt die Haarfarbe für den Erfolg dieser Methode keine Rolle.

 

Blend-Methode:

 

Bei der Blend-Methode werden beide Stromarten, also hochfrequenter Wechselstrom (Thermolyse) und der Gleichstrom (Elektrolyse), über eine feine Sonde in den Haarfollikel appliziert.

Dank des synergetischen Effekts, der sich aus dem Zusammenspiel zwei verschiedener Stromarten ergibt, ist die Blend-Methode besonders effektiv und wird heute vorrangig praktiziert.

Das Ergebnis besteht in einem permanenten Stop des Haarwachstums.

Da beide Stromarten selektiv auf die Haarfollikel wirken, wird umliegendes Hautgewebe geschont.

 

Durch ihre Melaninunabhängigkeit funktioniert die Blend-Methode, wie alle Verfahren der Elektro-Epilation, unabhängig von Haut- und Haartyp.

 

 

 

 

Für alle drei Methoden gilt:

 

Die Stärke der Sonde kann individuell an die Haarstärke des Patienten/der Patientin angepasst werden. Es können so gut wie alle Teile des Körpers mit der Methode behandelt werden, ausgenommen der Stellen, die mit Schleimhaut versehen sind und der Innenohrbereich.

Nach der Behandlung sollte der Patient der Haut Zeit zum regenerieren geben und Kontakt mit direkter UV-Strahlung vermeiden.

Die nachhaltige Entfernung aller Haare nimmt mehrere Sitzungen in Anspruch, da man nur die Haare entfernen kann, die sich zur Zeit der Behandlung in der Wachstumsphase befinden.(Dies gilt aber für alle Epilationsverfahren.)

Da die Entfernung der Körperbehaarung permanent ist, sollte der Gang zur Elektrologistin gut überlegt sein.

Es empfiehlt sich, die Elektro-Epilation in einer Fachpraxis durchführen zu lassen, damit der Qualitätsstandard der Anwendung für den Patienten gesichert ist.